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Die Armbanduhren gehen voran

Veröffentlicht am 30.03.2020

Die letzten Abende habe ich mich nun nochmal mit den Armbanduhren beschäftigt.

Zwei Varianten sind in der engeren Auswahl: Einmal eher schlicht und elegant und einmal eher sportlich und robust (die habe ich ja schon gezeigt). Um die richtige Wirkung beurteilen zu können muss ich mich jetzt aber auch mal um passende Zeiger bemühen. Auch sind Logo und Schriftart noch auf dem Prüfstand bei der Designerin meines Vertrauens. Also es bleibt unter Vorbehalt - und alles mögliche Gesicher der Achtstundenuhr.

 

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Gestalten und warten

Veröffentlicht am 27.03.2020

Durch die allgemeine Entschleunigung in "diesen Zeiten" steht vieles still. Somit sind die Gespräche mit einigen meiner möglichen Produktionspartner etwas eingeschlafen und ich hänge ein bisschen in der Luft.

Dafür habe ich im kreativen Bereich tolle Menschen gefunden, die sich in der nächsten Zeit mit professionellem Blick der Erscheinung und Vermarktung der Marke dreizeit widmen. Ich bin gespannt!

Bis dahin entwerfe ich munter weitere Zifferblätter in groß und klein und teste sie auf Tauglichgkeit im Alltag. Hier ein paar Impressionen:

 

Für die Wanduhr (bzw. das Zifferblatt, das Gehäuse wird noch anders werden und nicht aus Kunststoff sein) wären auch Motiv-Zifferblätter umsetzbar. Hier eine Kombination meiner beiden Leidenschaften:

 

 

Bei den Armbanduhren soll es mindestens eine helle (weiße) und eine dunkle (schwarze) variante geben. Da ist noch vieles im Fluss. Mit der dunklen Variante bin ich schon ziemlich glücklich. Mit dem schwarzen Milanaiseband, der unauffälligen kleinen Sekunde als Gangindikator und den blauen Akzenten beim Logo und im Index ist es eine ganz schlichte und edle Variante.

 

 

Das weiße Blatt mit drehendem Logo ist verspielter und "voller".

 

 

 

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Die ersten Wanduhren sind erhältlich ;-)

Veröffentlicht am 08.03.2020

Nun ist es geschafft - eine erste Charge von dreizeit-Wanduhren ist verfügbar. Im schlichten Design mit weißem oder schwarzen Rand. Von Hand umgebaut auf 8-Stunden-Lauf und mit schönem Zifferblatt auf Alu-Dibondplatte gedruckt - hinter Glas gehalten. Der schlanke rote Zeiger ermöglicht eine genaue Ablesbarkeit und setzt dabei einen Farbimpuls.

Bei Interesse bitte melden!

 

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Das "Wanduhr"-Projekt

Veröffentlicht am 26.01.2020

Die dreizeit-Idee passt, so finde ich, keineswegs nur ans Handgelenk, sondern ganz besonders gut auch an die Wand - z.B. im Büro. Mechanische Wanduhrwerke gibt es wenige, zumindest wenn man nicht an die klassische Pendel-Variante denkt. Also bestelle ich, wie schon mal geschrieben, eine Reihe von Quarz-Uhrwerken für Wanduhren. Unter anderem auch "leise", also mit schleichender Sekunde (wer mag schon das wohl bekannte laute tick-tack).

Kriterien sind für mich:

1) Lässt sich das Gehäuse gut öffnen?

2) Macht das Innenleben einen "wertigen" und zuverlässigen Eindruck?

3) Lässt sich das Werk so zerlegen, dass ich, ähnlich wie bei der Armbanduhr, durch neue Berechnung und Fertigung von Wechselrad und Stundenrad auf einen 8-Stunden-Zyklus komme?

Annähernd zehn verschiedene Werke liegen also bald auf dem Tisch und werden zerlegt. Im Prinzip sind sie sich recht ähnlich (ich bleibe jetzt mal nur bei denen mit schleichender Sekunde). Der Primärtried "schwebt" in einem Magnetfeld und dreht sich dort frei (hier neben der Kupferspule zu sehen). Erstaunlich, dass so die nötige Präzision übertragen werden kann.

 

 

Es folgen dann meist 2-3 Übersetzungen bis zum Sekundenrad (hier an der Metall-Achse zu erkennen). Von dort geht es dann über das Kleinbodenrad meist durch eine Platte Richtung Minutenrad, Wechselrad und Stundenrad.

 

 

Das Minutenrad ist meist aus robusterem Kunsttoff (hier in blaugrün) oder Metall gefertigt. Ich werde mich für ein Werk mit Metallausführung entscheiden! Das große Wechselrad und das unter dem Minutenrad liegende Stundenrad sind hier noch zu sehen. Die Übersetzung ist zweistufig: Minutenrad-Wechselrad 3:1 und Wechselrad-Stundenrad 4:1. Aus der 4:1 muss eine 8:3 werden, das klingt doch machbar. Nachdem ich mich mittlerweile in die Zahnradberechnung eingearbeitet habe und mir der Modul auch ein Begriff geworden ist (bei Zahnrädern heißt es DER Modul, nicht das Modul, auch wird es wohl auf der ersten Silbe betont, wie Montag, habe ich zumindest so gelesen) habe ich also recht schnell die nötige Konfiguration bei festem Achsabstand berechnet. Das Wechselrad ist auch schnell konstruiert, das Stundenrad hingegen ist etwas komplizierter, da es ja auch den Zeiger tragen muss. Ich drucke die Prototypen mit PLA (Poly-Milchsäure, ein Kunststoff, der aus Maisstärke gewonnen wird und von daher umweltverträglich ist). PLA ist ein schönes Material, da es jedoch temperaturanfällig ist, ist es für die Serie leider nicht geeignet. Der 3D-Drucker macht einen recht guten Job, mit einem feinen Skalpell und diversen Kleinstfeilen kann ich die Zahnräder so nachbearbeiten, dass ein glatt laufendes Zeigerwerk entsteht.

 

 

Hier mal der Vergleich der Originalteile und der neu konstruierten und gedruckten Räder. Soweit so gut. Leider ist der Wechselradtrieb nun etwas größer im Durchmesser geworden und passt nicht mehr in die Aussparung im Gehäuse. Also vergößere/entferne ich die Teile im Gehäuse - nun ist es doch auch von Vorteil, dass die Sachen aus Kunststoff sind und sich einfach bearbeiten lassen. Letztlich lässt sich das Werk also wieder zusammensetzen und das Gehäuse schließt sich friedlich mit einem sanften Klick. Batterie rein, Sekundenzeiger drauf, nix passiert. Schütteln (rappelt nix), nix passiert. Also zurück auf Start, nochmal mit der Lupenbrille jeden einzelnen Zahn inspizieren und siehe da, einer hat noch eine kleine Nase, die am Wechselrad blockiert. Und das war dann auch das Problem. Die Sekunde rennt...

 

 

Also schnell ein Zifferblatt ausgedruckt und montiert und dann mal abwarten, ob der Stundenzeiger nun tatsächlich seine angedachten 45° pro Stunde marschiert. Es funktioniert, er läuft brav und artig wie er soll, auch nach ein paar Tagen noch ganz stabil auf die Minute. Dann setzte ich mich jetzt mal ans Zifferblatt für die Wanduhr und überlege, wie ich, basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen, zu einer Serie kommen kann...

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Die erste dreizeit-Armbanduhr made by me ;-)

Veröffentlicht am 10.01.2020

Dank der zusätzlichen Zahnräder kann ich nun also noch zwei weitere Werke umrüsten und habe so etwas Masse zum experimentieren mit verschiedenen Zifferblättern und Gehäusen.

Ein schönes Edelstahlgehäuse mit Saphir-Frontglas habe ich schon vor einiger Zeit gekauft - jetzt kann ich also das umgebaute Werk einpassen. Der Werksumbau geht nicht ganz so einfach wie ursprünglich von mir gedacht - ist doch alles wirklich klein und "fisselig" und ich leide nicht unter einer zu ruhigen Hand. Aber es gelingt - mit Geduld und unter Verwendung einiger heimlicher Fluchformeln liegt schließlich ein Achtstundenwerk vor mir. Besonders die Einpassung der Krone kostet mich Nerven...

Das Zifferblatt drucke ich auf dem Thermosublimations-Fotodrucker auf ein kleines Klebe-Etikett und klebe es auf eine 0.35 mm starke Postkarte - so komme ich auf die benötigten 0,4 mm. Schließlich stanze es mit einem extra gekauften 37mm Locheisen aus. Auch für die Zeigerdurchfügrungen habe ich kleine und passende Locheisen besorgt.

 

 

Mir fehlen jetzt noch die passenden Zeiger - von einem anderen Werk nehme ich also einen etwas zu kurzen Stundenzeiger, der soll erstmal genügen, auch wenn er nicht ganz bis zum Index reicht. Die Sekunde lasse ich noch unbesetzt, denn das Zifferblatt aus Pappe wölbt sich ganz leicht und der Sekundenzeiger dreht sich daher nicht frei. Leider habe ich keine Möglichkeiten das Zifferblatt auf Metall zu bringen, werde mich hier also nach einem Lieferanten umsehen müssen...

Hier also mal die beiden "fertigen" Uhren nebeneinander: Links die Nienaber-Uhr (ich habe das schwarze Band gegen ein braunes getauscht - es harmoniert irgendwie etwas besser mit dem goldenen Zeiger) und rechts mein eigener Umbau. Er wird entweder einen "normalen" Sekundenzeiger bekommen oder auch eine Sekunden-Drehscheibe, dann wandert das Logo dort hin...

 

 

Am Abend führe ich meine Uhr das erste mal aus. Das Giora Feidman Sextett spielt in Darmstadt und begeistert mich - das rundet diesen Tag wunderbar ab. Ich schaue gefühlt alle 3 Minuten auf die Uhr. Ein super Abend also für Ohren, Augen und dreizeit ;-)

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Der Prototyp von Nienaber Bünde

Veröffentlicht am 08.01.2020

Abends komme ich heim und es liegt das ersehnte Päckchen aus Bünde im Kasten. Darin finde ich zwei umgebaute Werke und ein paar zusätzliche Zahnräder.Herr Nienaber hat sogar zwei Zifferblätter angefertigt und ein Werk (die Einzeiger-Variante) in ein Gehäuse eingebaut - tragefertig! Das vorläufige dreizeit-Logo dreht sich munter als Gang-Indikator im Minutentakt im Kreise. Am Wochenende werde ich dann also ein weiteres Werk selber umbauen und mit einem eigenen Zifferblatt ausstatten - also "meine" erste eigene dreizeit bauen...

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Zifferblatt

Veröffentlicht am 05.01.2020

Während ich auf den Prototypen warte, sitze ich zwischen den Jahren etliche Stunden am Zifferblatt. Es sieht mittlerweile schon deutlich anders aus als die Version, die ich Herr Nienaber für den Prototypen geschickt habe (Foto der Uhr folgt hoffentlich in den nächsten Tagen).

Die 45° Aufteilung pro Stunde führt zu lustig-krummen Winkeln, es gilt also sorgfältig zu rechnen und zu zeichnen. Die Drei-Minuten-Teilung lege ich wohl zunächst eher wieder zu den Akten, passt sie doch irgendwie nicht in den Umgang mit kurzen Zeiteinheiten ("Gib mir noch 5 Minuten", "Es ist 5 vor zwölf", "Bin in 10 Minuten da". Da will der Index bei 0, 3, 6, 9, 12, 15... Minuten nicht recht passen, auch wenn er mit den wichtigsten Einheiten (0, 15, 30, 45, 60) natürlich babylonisch wunderbar zusammen passt.

Langsam beginne ich auch mit der Suche nach geeigneten Herstellern für Zifferblätter, die auch in kleineren Stückzahlen produzieren würden. Die Auswahl scheint übersichtlich und ich überlege, wann und wie ich in Kontakt gehe.

Außerdem geistert mir jetzt auch noch eine Wanduhr im 8-Stunden-Stil im Kopf rum. Als mechanische Variante (mit Pendel) aber eher ungeeignet... Quarz-Werke für Wanduhren kosten zwar nur ein paar Euro, aber ob man hier das Getriebe umbauen kann (alles Plastik)? Ich bestelle mir mal ein paar gägngige Modelle und werde sie sezieren, vielleicht kommt dabei ja eine Idee.

 

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Das Achtstundenwerk

Veröffentlicht am 24.12.2019

Pünktlich an Heiligabend kommt ein großartiges Geschenk: Ein Bild des Umbaus von Rainer Nienaber landet in meinen Postfach. Ich bin begeistert.

Hier ist es also: Das erste Uhrwerk der Welt mit Achtstunden-Zyklus. Trommelwirbel.

dreizeit Uhrwerkdreizeit Uhrwerk

 

Die Enstehung des umgebauten Werkes hat Herr Nienaber in seinem Blog beschrieben - schaut also mal vorbei!

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Der Prototyp naht...

Veröffentlicht am 11.12.2019

Mit Rainer Nienaber (Nienaber Bünde) konnte ich nun einen wirklich großartigen Uhrmacher für den Umbau eines Unitas 6498 auf Achtstundenbetrieb gewinnen. Ein Besuch seiner homepage lohnt - da gibt es wirklich abgefahrene Uhren zu sehen und zu kaufen (z.B. auch eine Dezimaluhr...). Er wird dort auch im Blog über den dreizeit-Umbau berichten. Wenn das Uhrwerk fertig ist (Anfang nächsten Jahres) werde ich mich direkt ans Zifferblatt setzen. Der Umbau soll den Betrieb als Einzeiger-Uhr ermöglichen, aber auch mit zwei oder drei Zeigern funktionieren. Dazu wird eine neue Kombination von Wechselrad und Stundenrad angefertigt.

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Lernen und verstehen...

Veröffentlicht am 02.12.2019

Ich bin von Tag zu Tag begeisterter davon, wie mechanische Uhrwerke Präzision und Technik auf kleinstem Raum vereinen. Mittlerweile haben eine handvoll Uhrwerke (MSR, ETA, Seagull) ihren Weg von online-Auktionen zu mir gefunden und warten auf Sektion.

Ein fantastischer Blog für Uhrenbastler jeder Erfahrungsstufe ist IBuildMyWatch von Andreas Kelz. Die Reise durch den Blog lohnt sich aber auch ohne Bastel-Ambitionen, wenn man einfach mal einen Überblick bekommen möchte über Funktionen und Bauweisen, und das in einer verständlichen und sehr angenehm lesbaren Sprache. Andreas hat mir auch direkt mit sehr guten Hinweisen auf meine Bitte für Tips und Ideen zum Uhrwerk-Umbau geantwortet - danke dafür!

Es geht also langsam aber sicher weiter. Momentan richte ich meinen Blick vor allem auf des sog. Wechselrad mit seinen direkten "Partnern" und schaue, ob sich hier durch eine einfache Konstruktion anderer Zahnrad-Kombinationen die benötigte Übersetzung erreichen lässt.

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